Meal Prep – Essen einfrieren oder auf Vorrat kochen

Ich bin ein großer Fan von Meal Prep also davon, Essen auf Vorrat zu kochen oder für die Woche vorzubereiten. Ich weiß, dass viele Personen sich nicht die Mühe machen (wollen), sich am Wochenende in die Küche zu stellen, um Gerichte für die Woche vorzubereiten – ich hingegen finde es eher anstrengend mir jeden Mittag oder Abend zu überlegen was ich essen will, dann die Zutaten einzukaufen und täglich neu zu kochen.

Weiterhin versuche ich mich gesund zu ernähren und da hilft es enorm, wenn man sich einen groben Plan macht, was man unter der Woche essen möchte und so nicht Abends mit einem leeren Magen im Supermarkt steht und die TK Salami Pizza kauft, weil einem die Ideen fehlen oder man sich aus der Auswahl einfach nicht entscheiden kann.

Was heißt das also für die Vorbereitung von Gerichten?

Mein Samstag beginnt oft damit, dass ich mir einen Kaffee und Frühstück mache und dabei Food Zeitschriften, Kochbücher oder im Internet stöbere um Rezepte zu finden, die mir gefallen, die zur Saison passen und die man entweder gut “wegtuppern” oder aber einfrieren kann. Hierbei ist ein großes Tiefkühlfach natürlich hilfreich – ich habe drei Fächer und das reicht mir, um Gerichte für mehrere Tage einzufrieren und auch Basics, wie Kräuter, TK Obst und Gemüse oder gefrorene Gemüsebrühe auf Vorrat immer da zu haben.

Hilfreich, um Rezepte im Internet zu finden und zu speichern sind die folgenden Seiten: Pinterest, Instagram, Bloglovin, netvibes oder feedly.

Nachdem ich Rezepte ausgesucht habe schreibe ich die Zutaten raus, gehe einkaufen und koche die Rezepte dann am Samstag Nachmittag oder am Sonntag vor und friere sie portionsweise ein.

Meal Prep – Einfrieren statt nur in den Kühlschrank

Im Netz gibt es ja viele Blogs und auch Instagrammer die ihre Meal Prep Rezepte online stellen. Hier sieht man dann, dass drei- oder viermal in der Woche das gleiche Gericht auf den Tisch kommt, ich muss sagen, das wäre mir zu langweilig. Daher mag ich es meine Meal Preps einzufrieren. Einfrieren hat für mich den großen Vorteil, dass ich das Gericht auch noch nach 2 oder 3 Wochen essen kann und nicht alles in einer Woche aufbrauchen muss. Eintönigkeit in der Essensauswahl langweilt mich echt total! Super easy: Ich kann morgens etwas aus dem Tiefkühlfach nehmen, Mittags ist es in der Firma aufgetaut und muss nur noch warm gemacht werden.

Hierfür nutze ich die Mikrowelle in der Firma, muss aber auch sagen, dass man alle Gerichte auch gut im Ofen warm bekommt – wenn man Mikrowellen meiden möchte. Die meisten Firmen verfügen ja eher über eine Mikrowelle als einen Herd – daher für mich eine gute Option B.

Kleiner Tipp

Zum Einfrieren und Platzsparen habe ich den Tipp für Euch, nicht alles in Plastikdosen abzupacken und einzufrieren, sondern in Plastiktüten. Hier gibt es ja viele stabile Varianten, z.b. Mehrzweckbeutel mit Reißverschluss oder aber die bunten Küchentüten von IKEA. Die Küchentüten von IKEA finde ich super praktisch, da sie sich gut verschließen lassen, das Tiefkühlfach nicht verschmutzen und auch praktikabel transportierbar sind. Außerdem sagt IKEA, dass die Tüten frei von BPA sind.

BPA steht für Bispenol A und ist in Polykarbonaten (thermoplastische Kunststoffe) enthalten. Diese sind eine unsichtbare Gefahr für den Körper und können das Hormonsystem nachhaltig stören, die körperliche Entwicklung beeinträchtigen oder auch Leberprobleme fördern.

BPA wird vor allem in hartem Plastik verwendet und wird durch Hitze freigesetzt (z.B. beim Erhitzen eines Gerichtes in einer Plastikbox in der Mikrowelle) und sollte daher in Plastiktüten weniger ein Problem darstellen.

Nun aber wieder zum Einfrieren zurück: Ich empfehle, eine Tüte in eine eckige Dose zu geben, das Essen dort hinein zu füllen und danach mit Tüte und Dose ins Gefrierfach zu geben. Sobald das Gericht gefroren ist, kann man die Dose entfernen, kann sie wieder benutzen aber das Tiefkühlfach bleibt trotzdem übersichtlich, da man alles gut stapeln kann. Diese verschließbaren Beutel haben den Vorteil, dass man das Essen in einer Tasche transportieren kann, ohne dass gleich alle Zutaten in der Handtasche landen.

Welche Rezepte lassen sich gut vorbereiten und einfrieren?

Frühstück

Für das Frühstück kann man z.B. eine große Portion Blumenkohlpuffer vorbereiten und diese einfrieren, auch die Tomatensauce von Shakshuka kann man einfach vorbereiten und danach im Tiefkühlfach lagern. Alle weiteren Zutaten kann schnell in dem Moment zubereiten, in dem man sie essen möchte. 

Fleisch

Vor allem Gerichte mit Fleisch sind absolut geeignet für ein Meal Prep. Meine bayerischen Bouletten (Fleischpflanzerl) oder auch Königsberger Klopse, Szegediner Gulasch oder Bologne lassen sich perfekt portionieren und einfrieren. Auch die Blumenkohl Tortillas und Pulled Chicken kann man einfrieren und an einem anderen Tag nochmal essen. Ebenso Lasagne oder Ungarischer Gulasch.

Wenn Ihr Kinder habt, macht Meal Prep auch absolut Sinn – Ihr kocht am Wochenende vor, habt immer leckere und vor allem gesunde Gerichte im Tiefkühlfach und Schulkinder können sich nach der Schule das Essen warm machen oder Ihr legt es morgen zum Auftauen raus und macht es für die Familie dann abends noch mal warm.

Ich denke, dass ist etwas das auch unsere Mütter schon gemacht haben, allerdings tritt das Vorbereiten von Gerichten immer weiter in den Hintergrund, vor allem mit all den fiesen Fertiggerichten oder Tütensuppen in den Supermärkten. Ich möchte wissen, was ich esse und kaufe daher nie Convenience Produkte.

Suppen & Eintöpfe

Lasst mich noch ein paar Suppen und Eintöpfe vom Blog vorstellen, die sich auch ideal einfrieren lassen: Linseneintopf, die Cremige Hühnersuppe mit Hackbällchen gehört ebenso dazu wie eine Selleriesuppe, Erbseneintopf oder Kürbsicremesuppe.

Vegetarisch

Und auch wenn Ihr Euch vegetarisch ernährt, ist es nicht schwierig Gerichte vorzubereiten: Kartoffelplätzchen, Gemüsepuffer oder Spätzle mit Linsengemüse kann man fantastisch haltbar machen, in dem man sie einfriert. Und wieder gilt: alles was man dazu isst, kann schnell und einfach vorm Essen zubereitet werden. 

PS: Viele dieser Rezepte enthalten Kohlenhydrate – diese sind noch aus meiner Zeit vor Low Carb. Da man sie aber super verändern und low carb tauglich machen kann, verlinke ich sie hier und nutze die Grundrezepte immer noch. Generell finde ich es schwierig, Kartoffeln, Nudeln oder Reis einzufrieren. Dies sind aber Zutaten, die man schnell dazu kochen kann – oder sie einfach komplett weglassen. Also mir fehlt da absolut nix, ich esse einfach eine größere Portion.

Natürlich kann ich bei einer Kochsession nicht immer alles vorbereiten, aber ich koche gerne große Portionen, das heißt, wenn ich jede Woche eine große Portion von einem oder zwei Gerichten koche und einfriere, kommt jede Woche etwas mehr dazu (aber es lehrt sich natürlich auch) und kann ich davon lange zehren und bringe Abwechslung in den Speiseplan.

Wenn Ihr Euch auch für Meal Prep interessiert, dann schreibt mir gerne einen Kommentar oder eine Email oder schaut doch auch mal in meine weiterführenden Informationen zum Thema Ernährungspläne für einen gesunden Lebensstil oder meine Low Carb Einkaufsliste.

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