Solidarische Landwirtschaft oder Community Supported Agriculture (CSA)

Gemüse Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft oder Community Supported Agriculture (CSA) – Oh man, so ein schwieriges englisches Wort, mögen die einen jetzt denken…was ist es also?

Bleiben wir mal beim deutschen Wort Solidarische Landwirtschaft. Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaft, die durch Ihre monatlichen Beiträge einen Landwirt unterstützt. Dieser kann durch die Beiträge der Abnehmer Obst, Gemüse und Kräuter anbauen. Er hat die Abnahmegarantie der Gemeinschaft für eine Saison, die Gemeinschaft erhält jede Woche frische Produkte vom Bauern.

Nicht nur die frischen Produkte sind der Vorteil dieser Art des Anbaus von Lebensmitteln, auch zu wissen, wo die Nahrungsmittel herkommen wird in unsere Gesellschaft immer wichtiger, vorallem natürlich für uns Food Blogger ist das ein riesen Pluspunkt. Man kann bei einer Mitgliederversammlung am Anfang des Jahres (bevor der Bauer anfängt anzubauen) mitbestimmen, welches Gemüse und welche Kräuter angebaut werden sollen. Und klar, wenn ich möchte kann ich auch erfragen, wo und wie genau mein Landwirt die Lebensmittel anbaut uns mich vergewissern, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Mehr Bio geht ja wohl nicht?!? Ich habe einen direkten Kontakt zum Produzenten, dadurch ist CSA soviel mehr als eine Biokiste, die jede Woche geliefert wird und ich gehe auch davon aus, dass die Hemmschwelle größer ist, den Konsumenten zu bescheissen, wie es sicherlich in Supermärkten oft der Fall ist oder man es ja durch die zahlreichen Lebensmittelskandale in den letzten Jahren auch gemerkt hat.

Hier in München gibt es viele Projekte zum nachhaltigen Anbau: StadtimkerO’Pflanzt is, Kartoffelkombinat und den Waldgärtner – Bei letzterem, mit richtigem Namen Siggi, beziehe ich mein Gemüse. Schon in der letzten Saison war ich Freitag immer aufgeregt, weil ich wieder einen Beutel voll mit frischem Gemüse und Kräutern abholen konnte. Diese Woche geht es wieder los und ich freue mich schon. Auch wenn es am Anfang der Saison noch nicht so viel Gemüse gibt, ist es klasse, mit so frischen Zutaten zu arbeiten. Und wirklich ein Unterschied zu Gemüse aus dem Supermarkt. Das merkt man spätestens im Sommer, wenn sich Siggi vor Tomaten nicht retten kann und die unterschiedlichsten Sorten im Angebot hat. Und auch bei den Gurken: ich habe noch nie so knackige Gurken wie im letzten Jahr gegessen.

Meist gibt es bei Siggi noch ein Bier und man kann mit den anderen Mitgliedern quatschen, im Sommer gibt es ein Sommerfest. In seinem Hinterhof, der zur Abholung dient, gibt es auch immer tollen Honig, leckeren Käse und ab und zu Eier. Ab dieser Saison wohl auch Antipasti.

Preislich funktioniert das Konzept so, dass jedes Mitglied der Gesellschaft einen Monatsbeitrag leistet und sich dann einen vorgegeben Anteil an Obst und Gemüse einmal in der Woche direkt vor Ort abholen kann. Vorallem zur Erntezeit muss dann auch mal der Einzelne mit aufs Feld: Bohnen ernten ist recht zeitaufwändig und da ist jede Hilfe Gold wert – man kann sich also auch direkt am Konzept beteiligen.

Weitere Informationen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_Landwirtschaft, http://www.hofgruender.de/csa.html und http://www.solidarische-landwirtschaft.org/ – hier sind auch einige der Communities aufgelistet, da es aber ständig mehr werden habe ich das Gefühl, dass die Liste nicht hundertprozentig vollständig ist.

Probiert es doch selber mal aus, vorallem in den Städten, wo der nächste Hofladen nicht um die Ecke ist, ist dies wirklich eine tolle Alternative um frische und knackige Lebensmittel auf den Tische zu bekommen!

CSA

1 Kommentar

  1. […] meinen Gemüselieferanten Siggi (über die Gemüse Community hatte ich hier schon einmal berichtet) gibt es derzeit sehr viel Gemüse im Überschuss, bevor aber vieles […]

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