In der Kochschule bei Hans Haas

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Zum Geburtstag habe ich den Gutschein für die Kochschule bei Hans Haas* in München bekommen. Nachdem es nun doch einige Zeit gebraucht hat, bis ich diesen einlösen konnte, war ich vor einigen Wochen dort. Ich bin immer noch hellauf begeisert, denn wir haben wirklich viele tolle Tips bekommen und die Atmosphäre war klasse. Mit mir war noch eine Gruppe mit 7 Personen da und wir haben viel gelacht und viel gelernt. Nun möchte ich natürlich auch hier darüber berichten und Euch vor allem die tollen Bilder zeigen, die Markus, der zweite Koch, geschossen hat.

Der Kurs begann um 9.00 Uhr morgens und bis wir gegen 14.00 Uhr den kleinen, schon vorbereiteten Snack, Rindertatar im Filoteig und Champagner bekamen, haben wir schon viel Gemüse geschnitten, Fisch filetiert, Lamm zurecht gehackt, Fonds angesetzt und Obst geputzt. Gegen 19.00 Uhr waren dann alle Gänge aufgegessen.

Hier die (noch aufgeräumte) Küche der Kochschule:

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Rindertatar im Filoteig & Champagner

Auf den Bilder zu sehen sind Markus, Frau & Herr Haas, der servierte Champagner und das Entrée Rindertatar im Filoteig.

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Nachdem wir am Vormittag viele Vorbereitungen getroffen haben, ging es nun daran die einzelnen Gänge zuzubereiten und auch anzurichten.

Lauwarme Forelle mit Gurkennudeln und Meerrettichmouse

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Für dieses Gericht haben wir gelernt, die Forelle in Filets zu schneiden, nachdem wir diese von den Karkassen getrennt haben. Weitere Schritte sind eine Meerrettichmousse herzustellen und auch die Gurken in so feine Streifen zu schneiden, dass sie aussehen wie Nudeln. Also eigentlich ein Gurkensalat aber viel beeindruckender als in Scheiben geschnitten oder geraspelt. Tolle Idee.

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Ich muss auch sagen, dass ich Meerrettich gar nich so gern mag, in Form einer Mouse und zusammen mit der Forelle aber wirklich toll!

Das „Gitter“ auf der Forelle ist übrigens sehr fein geschnittenes Ciabatta! Und hier mal ein Bild von mir, ich bin grade „eins“ mit der Forelle.

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Gebratene Seezunge im Curry-Artischockenfond

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Artischocken? Hatte ich vorher noch nie zubereitet! Leider muss ich sagen, dass ich diese als Gemüse aber auch nicht so wahnsinnig interessant fand. Aus den über gebliebenen Artischockenblättern hat Herr Haas dann aber einen Fond gekocht, der wiederum der Wahnsinn war. Ich muss mir nun also nur überlegen, was ich mit dem Gemüse mache, aus den Blättern gibt es aber demnächst Fond!

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Hier also auch wieder: Der Seezunge die Haut abziehen und auseinandernehmen. Zur Seezunge gab es Artischockengemüse mit Blattspinat und getrockneten Tomaten im Curry-Artischockenfond.

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Confierte Nantaiser Entenbrust mit gebratenen Feigen und Topinamburpüree

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Leider sind bei der Entenbrust nicht viele Fotos entstanden, hier aber trotzdem einige. Vorallem die gebratenen Feigen haben mir geschmeckt. Könnte ich auch ohne Fleisch und Püree essen.

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Rosa gebratenes Lammcarré mit Spitzkraut und Bramata-Polenta

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Wie schon vorhin erwähnt, musste das halbe Lamm auch noch gehackt und geputzt werden. Wirklich toll, dass mal zu machen – wer kauft schon für den normalen Küchengebrauch so ein Riesenstück Fleisch? Wirklich faszinierend. Das Lammcarré wurde von Fleischresten entfernt und gut angebraten.

Dazu gab es dann Polenta (richtige Polenta, nicht dieses Instant-Maismehl). Ich gestehe, ich habe bisher auch immer Maismehl verwendet, aber diese Polenta ist wirklich ein Traum, so dass ich sie unbedingt auch mal machen werde.

Spitzkraut – was soll ich sagen? Kohl (ausser Sauerkraut und Rotkohl) gehört nicht zu meinen favorisierten Beilagen hier aber wirklich gut. Naja, ich lasse mich ja gerne umstimmen.

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Grießsoufflé mit Zwetschgen und Nougateis

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Zum Abschluss gab es dann ein wirklich toll fluffiges Grießsoufflé mit sehr lange eingelegten Zwetschen (dies war eine der ersten Arbeiten am Morgen) und selbstgemachtem Nougateis. Ein Traum!

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Soufflé übrigens im heißen Wasser in den Förmchen in den Ofen stellen – dann stürzt es am Ende auch nicht ein! Tip des Chefkochs.

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Als Fazit kann ich nur sagen, dass jeder, der kochbegeistert ist, mal an solch einem Kurs teilnehmen sollte. Man zehrt sehr lange davon und ich habe viel gelernt. Die Stimmung war klasse was aber vor allem an dem sehr sympathischen Hans Haas, seiner Frau Ina und auch an Markus lag.

Vielen Dank für den schönen Tag! Die Kochschule muss man einfach weiterempfehlen.

*Hans Haas gibt jeden Donnerstag und Freitag Kochkurse in München und kocht die übrige Woche im Münchner 2-Sterne-Restaurant Tantris.

9 Kommentare

  1. […] der Kochschule bei Hans Haas haben wir damals einen sehr tollen Gurkensalat mit “Gurkennudeln”, also langen […]

  2. gisela morlock sagt:

    … auch ich war am 22.10. d. j. bei hans haas in der kochschule. ein aufregender, lehrreicher tag. ich werde im nächsten jahr bestimmt wieder dort sein.

    schönen abend

  3. Tanja sagt:

    Eine Kollegin – leidenschaftliche Köchen – hat dies von ihren alten Kollegen geschenkt bekommen und war auch total begeistert.

  4. Dolce sagt:

    Was für ein tolles Geschenk! Danke für den schönen Bericht!

  5. Toll, da hätte ich auch gerne mitgemacht. Und das Essen sieht auch sehr lecker aus. Fein, wenn man auch noch belohnt wird, nach dem Arbeiten! 😉

  6. lavaterra sagt:

    Der Bericht allein ist ja schon ein Erlebnis.. vielen Dank fürs Mitnehmen.

  7. Ui! Vorbeigelaufen bin ich ja schon öfter an der Haas’schen Kochschule, und immer habe ich mich gefragt, wie es da wohl ist: Jetzt weiß ich es, vielen Dank!

  8. solche Kurse, obwohl nicht billig, sind mehr wert, als irgendwelche billigeren, lokalen 08/15-Kochkurse.

  9. Uschi M sagt:

    Oh, das hätte mir sicher auch sehr viel Spaß gemacht. Tolle Idee, sich so etwas schenken zu lassen.

    Habt ihr alle diese Gerichte dann im Lauf des Tages auch gegessen? Hungrig blieb dann aber keiner…

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