Holunderbeerensaft & Holunderbeeren-Apfel-Gelee

Geschrieben von am 1. September 2009 | Abgelegt unter Eingelegt & Eingemacht, Getränke, Marmelade

holunderbeeren

Nachdem ich seit einigen Wochen die Bäume beobachte, ob denn die Holunderbeeren schon reif sind, bin ich letztes Wochenende in der Natur fündig geworden: Die Holunderbeeren sind nun reif! Nachdem ich im Juni schon Holunderblütensirup gemacht habe, war ich ganz gespannt auf die Beeren. Ich habe sie vorher noch nie gemacht und finde sie im Saft und auch im Gelee super lecker.

Beim Holunderbeerenpflücken hatte ich eine normale Plastiktüte dabei, wie man sie in jedem Supermarkt bekommt. Die Tüte war bis zur Hälfte gefüllt – hat dann netto (also ohne Zweige und Blätter) 600g Holunderbeeren ergeben. Als Orientierung – woher weiß man schon wie viel Gramm man schon gepflückt hat – oder nehmt Ihr immer eine Haushaltwaage mit in den Wald?

Holunderbeerensaft

600g Holunderbeeren (netto)
2,5 Liter Wasser
3 EL Zucker
3 EL Vanillezucker

Die Beeren mit einer Gabel von den Zweigen entfernen und waschen. Vorsichtig sein und eventuell mit Handschuhen arbeiten, die Beeren färben ab.

Holunderbeeren in einen Topf geben und 2,5 Liter Wasser darauf füllen. Aufkochen lassen, mit Zucker würzen und noch einmal 5 Minuten köcheln lassen.

Den Saft dann durch ein Sieb abgießen, das die Beeren auffängt und man den reinen Saft erhält.

Die 1,5 Liter des Saftes in Flaschen abfüllen, den restlichen Liter für die Herstellung des Gelees verwenden.

Holunderbeeren-Apfel-Gelee

1 Liter Holunderbeerensaft
500g Apfelsaft
600g Gelierzucker (1:3)
2 EL Zitronensaft

7 Twist Off Gläser à 250 ml

Abgekühlten Holunderbeerensaft zusammen mit dem Apfelsaft in einen großen Topf geben. Gelierzucker und Zitronensaft hinzugeben und aufkochen lassen.

Die Gläser und die Deckel mit heißem Wasser überbrühen und danach umgedreht auf ein sauberes Küchentuch stellen.

Sobald die Flüssigkeit kocht, beginnt die Einkochzeit: Ab nun 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, zwischendurch umrühren. Aufpassen: besser den Deckel abnehmen, sonst sprudelt es gern über und das ergibt eine Riesensauerei!

Kurz vor Ablauf der Zeit das Gelieren testen: Gelee mit einem Teelöffel auf einen Teller geben, eine Minute warten und überprüfen, ob das Gelee etwas fest wird. Ist dies noch nicht der Fall, kann man die Kochzeit um 1-2 Minuten erhöhen.

Die Gläser bereitstellen und das Gelee mit einem Trichter direkt aus dem Topf einfüllen. Dabei aufpassen, dass die Ränder sauber bleiben.

Die Gläser verschließen, umgedreht abkühlen lassen und beschriften. Hält geschlossen ca. 12 Monate.

Eigentlich wollte ich nur Holunderbeeren-Gelee machen, da ich aber mal gelesen habe, dass Holunderbeeren wenig Pektin enthalten und dadurch schlechter gelieren, habe ich Apfelsaft hinzugefügt, so dass ich Gelee erhalte und nicht noch mehr Saft.

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4 Kommentare zu “Holunderbeerensaft & Holunderbeeren-Apfel-Gelee”

  1. am 3. September 2009 um 12:41 1.Andrea schrieb …

    Du hast mich überredet, ich habe auch gestern angefangen ;-) Und prompt ist mir der Topf übergekocht – überall Holunderbeerensaft…. Weisst Du, wie lange der reine Saft haltbar ist? Nachdem nicht so viel Zucker drin ist? Letztes Jahr hat meiner geschimmelt, schon nach kurzer Zeit und ich hatte viel mehr Zucker drin. Für was verwendest Du den Saft? Viele Fragen und viele Grüsse Andrea :-)

  2. am 3. September 2009 um 14:14 2.Mareen schrieb …

    @ Andrea: Ok, ich gebe es zu: mir ist der Saft auch übergekocht und ich habe eine halbe Stunde meine Küche geputzt, bevor ich weitermachen konnte. :-) Aber ist alles wieder sauber. Ach, das weiß ich jetzt gar nicht, wie lange der Saft haltbar ist. Ich habe auch schon überlegt, ob ich ihn noch mal mit sehr viel Zucker aufkoche, so dass er sirupartig wird. Ich habe ihn schon pur getrunken – lecker, als Schorle hat er dann aber zu wenig Geschmack – also eher als Sirup einkochen. Eigentlich wollte ich mal diese Blaubeerkaltschale machen, da kommt Holunderbeersaft rein.

  3. am 4. September 2009 um 16:46 3.Buntköchin schrieb …

    Die Holunderbeeren habe ich dieses Jahr total verpasst und jetzt bin ich zu spät dran. In Wien sind die nicht mehr schön. Schade, ich mag den Saft auch total gerne. Naja, dann halt nächstes Jahr.

  4. am 15. Oktober 2013 um 22:08 4.Holunderbeeren Sirup & Holunder-Glühwein | kochend-heiss.de schrieb …

    [...] Dolden schon von Weitem. Das ist die Zeit, in der man sich aufmacht, um Holunder zu sammeln und zu Saft oder Gelee zu verarbeiten oder wie in diesem Jahr zu Sirup und danach zu Glühwein. Jetzt wo das [...]

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