Gulasch aus dem Slowcooker mit Spätzle

gulasch

So, endlich schaffe ich es von meinen Erfahrungen mit dem Slowcooker zu berichten. Nachdem Gabi vom CrockyBlog kommentiert hat, dass ich erst mal mit einfacheren Sachen, wie Fleischgerichten anfangen soll, habe ich das dann auch getan. Letzten Sonntag gab es Gulasch aus dem Slowcooker.

Ich finde den Slowcooker eine coole Sache, wenn man mal keine Lust oder Zeit hat ständig nach dem Essen auf dem Herd zu schauen. Was mir allerdings gefehlt hat, ist das Abschmecken, bei dem ich immer wieder naschen kann. Ich liebe es nämlich, einen Braten zu machen und zwischendurch mal vom Bratensud zu probieren. In den diversen Seiten , die man zu Rezepten mit dem Slowcooker findet, wird immer wieder diskutiert, ob man das Fleisch vorher anbrät – ich habe es gemacht, kann mir vorstellen, dass es dann aromatischer wird.

Gulasch aus dem Slowcooker mit Spätzle

4 Personen

500g Rindergulasch
Fett zum Anbraten
2 Kartoffeln
2 Möhren
500 ml Fleischbrühe (Glas)
1 Zwiebel
1 Dose Tomaten, gestückelt
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
100g saure Sahne
Soßenbinder

250 g Spätzlemehl
2 Eier
150ml Wasser
2 Prisen Salz

Die Zwiebel klein schneiden, ebenso die Fleischstücke, wenn sie noch zu groß sind.

Die Kartoffeln und die Möhren schälen und die kleine Stücke schneiden.

In einer Pfanne das Fett (Öl oder Butter) heiß werden lassen und das Fleisch scharf anbraten, die Zwiebel hinzugeben und mitbraten.

Dann alles in den Slowcooker geben, ebenso die Fleischbrühe, die Tomaten, die Kartoffeln und die Möhren.

Den Slowcooker für eine Stunde auf Medium stellen, danach 4 Stunden auf high köcheln lassen.

Nach den fünf Stunden ist alles schön weich, vorallem das Fleisch ist sehr zart. Ich habe dann alles aus dem Slowcooker genommen und die übergebliebene Soße mit den Tomaten, Möhren und Karotten püriert und noch einmal in eine Pfanne gegeben, abgeschmeckt und mit etwas saurer Sahne verfeinert. Wenn nötig, kann man die Soße auch noch mit etwas Soßenbinder andicken.

Für die Spätzle habe ich die Eier und Wasser verquirlt und diesen Mix zusammen mit Mehl und Salz zu einem sämigen Teig verrührt. Den Teig dann gute 30 Minuten quellen lassen.

Wasser kochen und salzen. Wenn das Wasser kocht, die Spätzle mit einer Spätzlepresse über dem siedenden Wasser in das Wasser fallen lassen und kurz sieden lassen, bis die Spätzle oben schwimmen. Abschöpfen und in einer Auflaufform im Ofen aufbewahren, so dass sie warm bleiben.

Zur Spätzle-Herstellung kann ich nur empfehlen, alle Teigreste an Schüssel, Töpfen, an der Presse oder auf dem Herd direkt zu entfernen oder einzuweichen, sonst wird es später schwer den getrockneten Teig abzuwaschen.

8 Kommentare

  1. Bibi sagt:

    Rezept ausprobiert und für sehr lecker befunden. Kleine Veränderung: statt Paprikapulver habe ich einen EL Ajvar (Paprikamus, z.B. bei den türkischen Produkten zu finden) eingerührt. Schmeckt mir persönlich besser als mit Pulver.

  2. Mo sagt:

    Hab mir nen Slowcooker betellt in dem man auch anbraten kann, bin mal seeeehr neugierig. Ich habe in meinem Haushalt auch nen Thermomix und bin superglücklich damit.
    …bin schon ein kleiner Technikfreak…und Feinschmecker noch dazu ;-)…und außerdem berufstätig!

  3. Andrea sagt:

    Slow Cooker tönt gut. Ich muss mir so ein Ding auch mal zulegen 🙂

    @kitchenroach: ganz einfach. Sofort nach dem Gebrauch mit KALTEM Wasser abspülen. Durch das kalte Wasser wird der Teig nicht klebrig.

    >Spätzle selber machen ist immer eine Mega-Sauerei in der Küche
    Das lese ich immer wieder. Ich frage mich, wie die Leute kochen…

  4. Juliane sagt:

    Mir läuft das Wasser im Munde zusammen… ich liebe Gulasch und Spätzle und die Idee, dass sich das Essen quasi von selbst kocht, während ich mich anderen Dinge widme, gefällt mir ausnehmend gut.

    Spätzle selber machen ist immer eine Mega-Sauerei in der Küche, aber der Aufwand lohnt sich. Und da sich das Fleisch ja von selbst kocht, hat man ja auch Zeit für die Spätzle… also alles prima!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  5. Balu sagt:

    Du kannst auch beim Slow-Cooker probieren, aber dann musst Du jedes Mal eine halbe Stunde draufrechnen ;-).

    Ich komme meistens nicht in die Versuchung, weil der Slow Cooker kocht, während ich irgendwo unterwegs bin.

  6. Sieht wirklich gut aus dein gulasch. ich bin nach der Spaetzle-Herstellung meist ziemlich genervt vom saubermachen der Utensilien. Alles klebt. Ich hoffe immer noch, dass es einen Trick gibt.

  7. Christel sagt:

    Den Weg über die Pfanne kannst Du Dir sparen. Du wirst keinen oder kaum Unterschied schmecken, ob scharf angebraten oder nicht!

    ich hätte jetzt gerne einen Teller voll 🙂

  8. Das kann ich gut verstehen, dass dir das Probieren zwischendrin fehlt. Würde mir auch so gehen. Das Gulasch schaut ja ganz köstlich aus und die Nockerln dazu waren sicher perfekt.

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